Am 31.08.2016 hatte die Bezirksgruppe Bonn zu einer Podiumsdiskussion unter dem Titel "StPO-Reform 2016 - Gaspedal oder Bremse?" in den alten Schwurgerichtssaal des Landgerichts Bonn eingeladen.

Als Vertreter der drei betroffenen Bereiche Polizei, Staatsanwaltschaft und Strafgerichte hatten sich freundlicherweise der stellvertretende Landesvorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamter, KHK Oliver Huth, OStA Patrick Wilhelm von der StA Bonn und VRLG Jens Rausch vom LG Bonn zur Verfügung gestellt, die zunächst in kurzen Einführungsstatements die Vor- und Nachteile der in den Referentenentwürfen vorgesehenen Neuregelungen darstellten.

Vor dem Fachpublikum entspann sich insbesondere um die Auswirkungen der Neuregelungen der Zeugen- und Beschuldigtenvernehmung im Ermittlungsverfahren sowie die audio-visuelle Dokumentation der Vernehmungen eine lebhafte Diskussion, wobei die Neuregelung von allen Beteiligten als überwiegend kritisch eingeschätzt wurde. Andere Neuregelungen des Gesetzespakets, wie etwa die Vereinfachung des Ablehnungsrechts oder die (teilweise) Abschaffung des Richtervorbehaltes im § 81a StPO wurden hingegen positiv gesehen.

Nach gut eineinhalb Stunden intensiver Diskussion, unter lebhafter Beteiligung des Publikums, verlagerten sich die Gespräche auf Einladung der Bezirksgruppe für einen Umtrunk in die alte Bibliothek des Landgerichts.