Am 07.05.2009 haben sich in der Stadthalle in Mülheim an der Ruhr von 10:00 Uhr bis
16:00 Uhr zahlreiche Amtsrichterinnen und Amtsrichter aus ganz Nordrhein-Westfalen
unter dem Motto „Amtsrichter heute – in der Mitte der Gesellschaft“ versammelt.

Zum Auftakt der Veranstaltung betonte  der Landesvorsitzende und Vorsitzende der Amtrichterkommission des DRB-NRW,  RAG Reiner Lindemann aus Moers,  die  große Bedeutung der Amtsrichter im System der Justiz und für die Gesellschaft.



Staatssekretär Jan Söffing, selbst ehemals Amtsrichter in Mettmann, ging in seinem Grußwort  auf die besondere Stellung des Amtsrichters in der Gesellschaft ein.


Die Bürgermeisterin der Stadt Mülheim  Renate aus der Beek verdeutlichte neben interessanten Ausführungen über ihre Stadt nochmals die Stellung der Amtsrichter in der Mitte der Gesellschaft.

Gleichzeitig Abschluss des Festteils und Einleitung der Sacharbeit in 3 Workshops war der Festvortrag von  Elisabeth Kreth (RinFG Hamburg) zum Thema:

„Ethischer Anspruch an den Richterberuf im 21. Jahrhundert: Wahrnehmung von Innen und Außen“.

Als Mitglied des Netzwerks Richterliche Ethik und des Präsidiums des DRB (Bundesverbandes) war sie prädestiniert, in das komplexe Thema fachlich fundiert einzuführen und Sensibilität für grundlegende Fragen richterlichen Selbstverständnisses zu schaffen.

Alsdann began die Sacharbeit in drei Workshops; dort haben die Teilnehmer Thesen erarbeitet, die sich mit dem amtsrichterlichen Selbstverständnis
beschäftigen.

 

Bilder von dem ersten Amtsrichtertag:

 

Die Ergebnisse der Workshops:

Workshop I zum Thema

"Amtsrichterliche Arbeitsgestaltung und Arbeitsbelastung
Gerechtigkeit kostet Geld":

Workshop II zum Thema

 "Der Amtsrichter in der Gesellschaft":

Workshop III zum Thema

 "Der Amtsrichter im Gericht:
Einzelkämpfer oder Teamplayer?"

 

Die Ergebnisse der Workshops wurden in Thesen zusammengefasst, anschließend dem Plenum vorgestellt und nach kurzer Diskussion von diesem als Resolution des Amtsrichtertages 2009 verabschiedet:

Die Resolution hat folgenden Wortlaut:

 

Abschließend bleibt zu hoffen, dass Politik und Öffentlichkeit die Resolution des Amtsrichtertages und dessen Thesen aufgreifen und sich eine lebhafte Diskussion über Gegenwart und Zukunft der Amtsgerichte als wichtigem Teil der dritten Staatsgewalt und damit des gesamten Staatsgebildes entfacht. Beim nächsten Amtsrichtertag im Jahre 2011 werden die Amtsrichter des Landes NRW wieder zusammentreten, um erneut ihre Anliegen auf breiter Ebene zu diskutieren.