Wie es um die Rechtssicherheit am Lebensende bestellt ist, war das zentrale Thema der ersten Veranstaltung in der vom Bundesverband des DRB in Kooperation mit dem Bayerischen Richterverein, dem Niedersächsischen Richterbund, dem DRB NRW und dem Hamburgischen Richterverein initiierten Reihe von Veranstaltungen, mit denen die Justiz die Diskussion mit den Bürgerinnen und Bürgern sucht.

Im Landgericht Düsseldorf eröffnete der Landesvorsitzende des DRB-NRW Reiner Lindemann den Diskussionsabend. Anschließend warf RAG Lars Mückner, Duisburg, feste Größe im DRB NRW und langjähriger Redakteur und „Creative Director“ bei der Landeszeitschrift rista, in einem exzellenten Eingangsreferat ein Schlaglicht auf die Problematik der Sterbehilfe mit ihren unterschiedlichen Facetten, stellte die unterschiedlichen Positionen verständlich dar und zog sein Fazit: „ Nach der jetzigen Rechtslage können die Bürger - innen davon ausgehen, dass ihre Wünsche am Lebensende beachtet werden. Nach dem Gesetz wäre hierzu etwas Stille vornehmer, anstatt den Medien zu suggerieren, es gäbe zur Sterbehilfe noch viel zu regeln.“

Das Referat von RAG Lars Mückner in voller Länge finden Sie in der Anlage. 

Auf dieser tragfähigen Basis konnten Prof. Dr. Udo Reiter (ehemaliger Intendant des MDR), Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery (Vorsitzender der Deutschen Ärztekammer) und RA Wolfgang Putz (Lehrbeauftragter an der Ludwig-Maximilians-Universität München für Medizinrecht und Medizinethik) ihre verschiedenen Argumente in der anschließenden Debatte vertiefend austauschen, an deren Schluss Jens Gnisa, Stellvertretender Vorsitzender des Bundesverbandes, ein Resümee zog. Den ausführlichen Bericht über diese spannende und kontroverse Diskussion aus der DRiZ 2014, S. 204 f. finden Sie ebenfalls in der Anlage. Mit der fachkundigen Unterstützung durch den Landesverband NRW ist dem Bundesverband des DRB hier ein starker Auftakt gelungen, der auf reges öffentliches Interesse gestoßen und dementsprechend gut besucht war.